Versuchsgut Lindhof - Versuchsgut für Ökologischen Landbau

Betriebsspiegel

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  • Betriebsleitung: Prof. Dr. Friedhelm Taube
  • Verwalterin: Dipl.-Ing. agr. Sabine Mues
  • Versuchsdurchführung: Dr. R. Loges

 

 

Betriebsspiegel

(Stand 01.05.2020)

1. Flächenausstattung 2020

Betriebsfläche:
Betriebsfläche: 187,6 ha  
Eigen 154,2 ha  
Landwirtschaftliche Nutzfläche 159,5 ha netto
-> Acker eigen 110,1 ha  
-> (Kleegras in Kooperation 22,0 ha)  
-> Grünland   16,1 ha  
-> Grünland (Zupacht)     33,3 ha  
(Naturschutzflächen, gepachtet vom Versuchsgut Hohenschulen und der Gemeinde Neudorf)
Bewirtschaftungsform: Ökologischer Landbau nach Naturland- u. Bioland-Richtlinien
Einreihungswert: 910 Eur/ha.
Bodenart und -bewertung: sandiger Lehm, lehmiger Sand (durchschn. 43 Bodenpunkte), Flächen arrondiert
Niederschläge: 785 mm p. a.
Temperatur: Jahresmittel 8,7 °C

2. Arbeitskräfteausstattung

  • 1 Betriebsleiterin             
  • 1 Herdenmanager 
  • 2,5 Versuchstechniker
  • 1,5 ständige Lohn-AK (Hofladen, Schulprojekt)
  • 1,25 AK Landwirtschaft
  • 1 Auszubildende
  • 4 Aushilfen

3. Maschinenausstattung

Schlepper: 2 Claas, Allrad (175, 135 PS)
2 Fendt, Allrad, (110, 85 PS) als Hof- und Versuchsschlepper
1 Manitou Hoftrac (106 PS)
Bodenbearbeitung: 5 Schardrehpflug, Kurzscheibenegge, 3 m; teilweils
zus. mit Versuchsgut Hohenschulen, Schälgrubber, 3 m; Fräse, 3 m;
Saat, Pflege: Kreiselegge m. pneum. Drillmaschine, 3 m; Pneum. Streuer, 12 m;
Federzahnegge, 12 m;
Viehwirtschaft: Mähwerk: 3,2 und 2,4 m; Kehrer, 6,4 m; Schwader 7,6 m
Transport: Muldenkipper 14 t; Ballenwagen, div. Anhänger
Ernte: Mähdrescher zusammen mit Versuchsbetrieb Hohenschulen
Grünfutter: Rundballenpresse, Ballenwickler
Versuchstechnik: Haldrup-Trägerfahrzeug (80 PS); Fendt-Geräteträger (35 PS); Parzellen-Mähdrescher sowie -Futterpflanzenvollernter (beide Haldrup); Gülletechnik; Wintersteiger-Parzellensämaschine; 3 m-Federzahnegge sowie Hackmaschinen (Versuchstechnik z T. in Gemeinschaft mit dem Versuchsbetrieb Hohenschulen).

4. Gebäudeausstattung

Ehem. Getreide-
trocknung -lagerung:
 Maschinen und Geräte
Ehem. Kartoffellager: Maschinen und Geräte
Milchviehstall: Für 100 Milchkühe, Strohliegehalle m. Laufhof u. außenliegendem Futtertisch. Melktechnik: steile Fischgräte, Doppelacht (Neubau 2015)
Rinderstall: Zweiraumlaufstall mit Gruppenhaltung und Laufhof für Kälberaufzucht, Jungvieh und Mast
Maschinenhalle I: Werkstatt und Gerätehalle
Maschinenhalle II: Versuchsgeräte (Neubau 1999)
Feldscheune: zur Lagerung von Stroh und Hackschnitzeln, (Neuaufbau 2009)
Hofladen: mit Fleischverarbeitungs- u. Wirtschaftsräumen (alt. Speicher)
Seminarraum: für das Schulprojekt ausgebauter Speicherboden (Ausbau 2014)
Labor: Groblabor mit Kühl-, Gefrier- und Warmlufttrocknungsmöglichkeiten zur Aufbereitung und Lagerung von Boden- und Pflanzenproben nach Umbau des ehemaligen Kälberstalls
Niederschlag-simulationsanlage: Umbau eines alten Gärsiloturms zur Nutzung durch die Fachabteilung Hydrologie und Wasserwirtschaft des Ökologiezentrums

5. Bodennutzung

Anbaustruktur: 2020 % AF
Kleegras (Schnittnutzung + Weide) 58,5 ha  52,0
Hafer 10,7 ha  9,6
Sommerweizen 10,8 ha 9,6
Winterdinkel 7,7 ha 6,9
Winterweizen 17,7 ha 15,9
Mais 3.8 ha 3,4
Marktfruchtversuche, Sonstiges  2,4 ha 2.6

Feldversuche zu verschiedenen Kulturarten (Kleegras,Körnerleguminosen, Silomais, Winter- u. Sommergetreide) sind z.T. in die Betriebsschläge integriert     

6. Anbaustruktur

Aufbau einer Milchviehherde mit Nachzucht, gehalten im Vollweidesystem auf Kleegras

Fruchtfolge: 1. Kleegras – 2. Kleegras- 3. Kleegras – 4. Sommergetreide – 5. Wintergetreide mit Kleegrasuntersaat (Leguminosenanteil 50%)

7. Viehwirtschaft

(Viehbesatz 0,8 GV/ha)

1. 100Milchkühe, Jersey Herdbuchtiere und Irische Milchrindkreuzung mit Nachzucht (20%) und
Mastkreuzungen (20%) für Direktvermarktung,
2. Freilandhaltung von 5 Angler Sattelschweinsauen plus Eber, Mast und Herdbuchzucht

8. Vermarktung

Der Lindhof ist seit 1997 gleichzeitig zertifizierter Naturland- und Biolandbetrieb (EG-Kontrollnummer: D-SH-OKI-006-4175-AB) und vermarktet über: Großhandel bzw. Markt- und Erzeugergemeinschaften sowie Direktvermarktung über Hofladen. Milchvermarktung an die Gläserne Molkerei

9. Außerschulischer Lernort

Der Lindhof ist seit 2014 außerschulischer Lernort und bietet Klassenfahrten, Tagesprogramme und Führungen zur Umwelterziehung (Landwirtschaft mit allen Sinnen
erleben!) an.