Versuchsgut Lindhof - Versuchsgut für Ökologischen Landbau

Betriebsspiegel

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  • Betriebsleitung: Prof. Dr. Friedhelm Taube
  • Verwalterin: Dipl.-Ing. agr. Sabine Mues
  • Versuchsdurchführung: Dr. R. Loges

 

 

 

Betriebsspiegel

(Stand 01.04.2017)

1. Flächenausstattung 2017

Betriebsfläche:
Betriebsfläche: 182,0 ha  
Landwirtschaftliche Nutzfläche 159,3 ha netto
-> Acker eigen 110,9 ha  
-> (Acker in Bewirtschaftung) 5,0 ha  
-> Grünland eigen   16,9 ha  
-> Extensivgrünland (zugepachtet) 31,5 ha  
(gepachtet vom Versuchsgut Hohenschulen und der Gemeinde Neudorf)
Bewirtschaftungsform: Ökologischer Landbau nach Naturland- u. Bioland-Richtlinien
Einreihungswert: 910 €/ha.
Bodenart und -bewertung: sandiger Lehm, lehmiger Sand (durchschn. 43 Bodenpunkte), Flächen arrondiert
Niederschläge: 785 mm p. a.
Temperatur: Jahresmittel 8,7 °C

2. Arbeitskräfteausstattung

  • 1 Betriebsleiterin             
  • 1,5 ständige Lohn-AK (Hofladen, Schulprojekt)
  • 2,5 Versuchstechniker
  • 2 Auszubildende
  • 1,5 AK Landwirtschaft
  • 5 Aushilfen

3. Maschinenausstattung

Schlepper: 2 Claas, Allrad (175, 135 PS)
2 Fendt, Allrad, (110, 85 PS) als Hof- und Versuchsschlepper
1 Manitou Hoftrac (106 PS)
Bodenbearbeitung: 5 Schardrehpflug, Ringfrontpacker u. Kurzscheibenegge, 3 m
(zus. mit Versuchsgut Hohenschulen), Schälgrubber, 3 m; Fräse, 3 m;
Saat, Pflege: Kreiselegge m. pneum. Drillmaschine, 3 m; Kartoffelbeetlegemaschine,
2-reihig; pneum. Streuer, 12 m; Federzahnegge, 12 m;
Viehwirtschaft: Güllewagen, 6 m3; Mähwerk: 3,4 und 2,4 m; Kehrer, 5 m;
Transport: Dreiseitenkipper 14 t; Ballenwagen, div. Anhänger
Ernte: Mähdrescher zusammen mit Versuchsbetrieb Hohenschulen Grünfutter: Rundballenpresse + Ballenwickler Kartoffelernte durch Maschinenring
Versuchstechnik: Haldrup-Trägerfahrzeug (80 PS); Fendt-Geräteträger (35 PS); Par­zellen-Mähdrescher sowie -Futterpflanzenvollernter (beide Haldrup); Gülletechnik; Wintersteiger-Parzellensämaschine; 3 m-Federzahnegge sowie Hackmaschinen (Versuchstechnik z. T. in Gemeinschaft mit dem Versuchsbetrieb Hohenschulen).

4. Gebäudeausstattung

Getreidetrocknung,     - lagerung: Dächersatztrocknung mit Lager für 600 t Getreide im ehemaligen Vor­mast­stall
Kartoffellager: Klimatisiertes Kistenlager für ca. 400 t Kartoffeln,
komplette Kartoffelaufbereitung (Neubau 1999)
Milchviehstall: Für 80 Milchkühe, Strohliegehalle mit Laufhof und außenliegendem Futter­tisch. Melktechnik: steile Fischgräte, Doppelacht.
Rinderstall: Zweiraumlaufstall mit Gruppenhaltung für 80 Stück Jungvieh, Aufzucht und Mast
Maschinenhalle I: Werkstatt und Gerätehalle
Maschinenhalle II: Versuchsgeräte (Neubau 1999)
Feldscheune: zur Lagerung von Stroh und Hackschnitzeln, (Neuaufbau 2009)
Hühnermobilstall: für 220 Legehennen
Hofladen: mit Imkerei, Fleischverarbeitungs- u. Wirtschaftsräumen (alt. Speicher)
Seminarraum: für das Schulprojekt ausgebauter Speicherboden (Ausbau 2014)
Labor: Groblabor mit Kühl-, Gefrier- und Warmlufttrocknungsmöglichkeiten zur Aufbereitung und Lagerung von Boden- und Pflanzenproben nach Umbau des ehemaligen Kälberstalls
Niederschlag-simulationsanlage: Umbau eines alten Gärsiloturms zur Nutzung durch die Fachabteilung Hydrologie und Wasserwirtschaft des Ökologiezentrums

5. Bodennutzung

Anbaustruktur: 2017 % AF
Kleegras (Schnittnutzung + Weide) 55,8 ha 49,9
Kleegras (Freilandsauen) 0,8 ha 0,7
Hafer 20,1 ha 17,9
Kartoffeln 0,5 ha 0,4
Winterdinkel 13,3 ha 11,8
Triticale 19,5 ha 17,5
Versuche 2,1 ha 1,8

Feldversuche zu verschiedenen Kulturarten (Kleegras, Kartoffeln, Körnerleguminosen, Silomais, Winter- u. Sommergetreide) sind z.T. in die Betriebsschläge integriert            

6. Anbaustruktur

Seit Herbst 2015: Aufbau einer Milchviehherde mit Nachzucht,
gehalten im Vollweidesystem
Fruchtfolge ab 2015: 1. Kleegras – 2. Kleegras- 3. Hafer – 4. Kartoffeln bzw. Triticale - 5. Triticale/Dinkel mit Kleegrasuntersaat (Leguminosenanteil 40%/keine Körnerleguminosen)

7. Viehwirtschaft

(Viehbesatz 0,79 GV/ha)

1. 75 Milchkühe, Jersey Herdbuchtiere mit Nachzucht,
2. Freilandhaltung von 5 Angler Sattelschweinsauen plus Eber, Mast und Herdbuchzucht
3. 200 Legehennen
4. Imkerei

8. Vermarktung

Der Lindhof ist seit 1997 gleichzeitig zertifizierter Naturland- und Biolandbetrieb (EG-Kontroll­nummer: D-SH-OKI-006-4175-AB) und vermarktet über: Groß­handel bzw. Markt- und Erzeuger­gemeinschaften sowie Direktvermarktung über Hofladen

9. Außerschulischer Lernort

Der Lindhof ist seit 2014 außerschulischer Lernort und bietet Klassenfahrten, Tages­pro­­gramme und Führungen zur Umwelterziehung (Landwirtschaft mit allen Sinnen erleben!) an.

 

Feldversuche und Betriebsspiegel 2017 (PDF)