Versuchsgut Lindhof - Versuchsgut für Ökologischen Landbau

Rinder

Die Milcherzeugung des Lindhofes,

hierbei handelt es sich um ein Low-Cost-System basierend auf Vollweide und saisonaler Abkalbung nach irischem Muster. Im Februar 2016 startete im Rahmen des Forschungsprojektes "Ökoeffiziente Weidemilcherzeugung Lindhof" die erste Abkalbeperiode im neu gebauten Kuhstall des Versuchsgutes Lindhof der CAU Kiel.

Jersey

Als Rasse werden Jersey-Kühe eingesetzt, die aufgrund ihrer hohen Futterumsetzungsvermögens in Kombination mit hohen Milchinhaltsstoffen an Fett und Eiweiß und ihres geringen Körpergewichts sowie ihrer generell hohen Fruchtbarkeit besonders gut für die weidebasierte Milchproduktion geeignet ist. Beim Stall handelt es sich um einen modernen Milchviehstall mit ganzflächig eingestreuter Strohliegehalle mit großzügigem Laufhof. Letzte jähriger Weideaustrieb war der 29. Februar 2016 seit dem liefert der Lindhof ökologisch erzeugte Weidemilch. Beginn Vollweide, - das heißt die Kühe sind dann Tag und Nacht draußen und decken ihren gesamten Futterbedarf über das Abweiden von Klee und Gras war der 15. April. Erste Kennzahlen der ersten Weideperiode auf dem Futterbedarf angepasster Tagesportionsweide sind eine Futteraufnahme je Hektar von 6,8 t mit einer durchschnittlichen Futterenergiekonzentration von 7,1 MJ NEL /kg TM.

Beim Weidesystem handelt es sich um ein optimiertes Portionsweidesystem nach irischem Vorbild in dem den Tieren auf der Weide ständig ein optimales und in Bezug auf Nährstoffe ausgeglichenes Futter angeboten werden kann. Hauptenergielieferant ist dabei junges Weide(l)-gras in Kombination mit proteinreichem Klee. Eine optimale Ausnutzung des Zuwachsverlaufes auf den Weideflächen geschieht durch saisonale Abkalbung. Das heißt alle Tiere kalben in der Zeitspanne Mitte Februar bis Mitte April, so dass der nach dem Kalben ansteigende Futterbedarf optimal über das sich dann gleichzeitig steigernde Graswachstum decken lässt. Die Winterfütterung basiert auf betriebseigenen Kleegrassilagen unter Zufütterung von selbsterzeugtem Kraftfutter bestehend aus Triticale und Lupinen.

Die Kieler Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät stärkt damit ihr Alleinstellungsmerkmal in der Forschungsinfrastruktur zur Milcherzeugung in Deutschland, denn als einzige Universität hält die CAU Versuchskapazitäten für die gesamte Bandbreite möglicher Milchproduktionssysteme vor, eine exzellente Voraussetzung zur Einwerbung von Forschungsmitteln zu Systemvergleichen und Systemoptimierungen in der Milcherzeugung.