Versuchsgut Lindhof - Versuchsgut für Ökologischen Landbau

Boden-Dauerbeobachtung

Durchführung von Intensiv-Messprogrammen zur Erfassung von Nährstoffausträgen auf Bodendauerbeobachtungsflächen des Landesamtes für Natur und Umwelt Schleswig-Holstein

 

Das Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein führt derzeit ein langjähriges Bodenmonitoring an zahlreichen Standorten in Schleswig-Holstein durch.

Ziele

  1. Die Ersterfassung von Böden an landesweit repräsentativ ausgewählten Standorten im Hinblick auf den Bodenzustand, die gegenwärtigen Merkmale und Eigenschaften sowie ihrer Belastungen.
  2. Die langfristige Erfassung von Bodenveränderungen infolge standort-, belastungs- und nutzungsspezifischer Einflüsse im Rahmen von periodischen Untersuchungen, um zukünftige Veränderungen vorhersagen und im Sinne des Vorsorgeprinzips rechtzeitig Maßnahmen zum Schutze der Böden ergreifen zu können.
  3. Einrichtung von Vergleichsflächen für regionale Belastungen und als Eichstandorte.
  4. Einbindung anderer bodenkundlicher Fragestellungen und Bodenschutzprojekte wie den Bodenbelastungskataster Schleswig-Holstein, die bodenkundliche Landesaufnahme sowie die Auswertung der Daten der Reichsbodenschätzung u.a. in einen landesweiten Zusammenhang.

Durch die Integration der Parameter Bodenwasser, Luft, Vegetation und Bodenfauna in die Untersuchungen ist ein umfassender Ansatz der Boden-Dauerbeobachtung gegeben, der mit sektoralen Dauerbeobachtungen anderer im Umweltbereich arbeitenden Dienststellen koordiniert ist.  Auf den Betrieben Lindhof bei Eckernförde (lehmiger Sand) sowie Stein bei Schuby (humoser Sand) wurde das Standarderfassungsprogramm um ein Intensiv-Messprogramm zur Erfassung von Nährstoffein- und –austrägen ergänzt. Hierbei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Landesamt für Natur und Umwelt und dem Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung - Grünland und Futterbau/Ökologischer Landbau der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Mittels spezieller Messeinrichtungen werden vom Landesamt für Natur und Umwelt die feuchten und trockenen Nähr- und Schadstoffeinträge aus der Atmosphäre auf landwirtschaftliche Nutzflächen erfasst. Gestützt auf im Boden fest installierte ganzjährig beprobte Keramik- bzw. Glassaugkerzen erfasst das Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung wesentliche Kenngrößen des Stickstoffhaushaltes sowie die umweltrelevanten Auswaschungen der Pflanzennährstoffe Stickstoff, Kalium und Phosphat in das oberflächennahe Grundwasser.

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