Versuchsgut Lindhof - Versuchsgut für Ökologischen Landbau

Betriebsspiegel

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  • Betriebsleitung: Prof. Dr. Friedhelm Taube
  • Verwalterin: Dipl.-Ing. agr. Sabine Mues
  • Versuchsdurchführung: Dr. R. Loges

 

 

 

Betriebsspiegel

(Stand 24.05.2018)

1. Flächenausstattung 2017

Betriebsfläche:
Betriebsfläche: 185,7 ha  
Eigen 154,2 ha  
Landwirtschaftliche Nutzfläche 157,7 ha netto
-> Acker eigen 110,1 ha  
-> (Kleegras in Kooperatio 12,0 ha)  
-> Grünland eigen   16,1 ha  
-> Extensivgrünland (Zupacht) 31,5 ha  
(Naturschutzflächen, gepachtet vom Versuchsgut Hohenschulen und der Gemeinde Neudorf)
Bewirtschaftungsform: Ökologischer Landbau nach Naturland- u. Bioland-Richtlinien
Einreihungswert: 910 Eur/ha.
Bodenart und -bewertung: sandiger Lehm, lehmiger Sand (durchschn. 43 Bodenpunkte), Flächen arrondiert
Niederschläge: 785 mm p. a.
Temperatur: Jahresmittel 8,7 °C

2. Arbeitskräfteausstattung

  • 1 Betriebsleiterin             
  • 1 Herdenmanager 
  • 2,5 Versuchstechniker
  • 1,5 ständige Lohn-AK (Hofladen, Schulprojekt)
  • 0,5 AK Landwirtschaft
  • 2 Auszubildende
  • 4 Aushilfen

3. Maschinenausstattung

Schlepper: 2 Claas, Allrad (175, 135 PS)
2 Fendt, Allrad, (110, 85 PS) als Hof- und Versuchsschlepper
1 Manitou Hoftrac (106 PS)
Bodenbearbeitung: 5 Schardrehpflug, Ringfrontpacker u. Kurzscheibenegge, 3 m
(zus. mit Versuchsgut Hohenschulen), Schälgrubber, 3 m; Fräse, 3 m;
Saat, Pflege: Kreiselegge m. pneum. Drillmaschine, 3 m; Kartoffelbeetlegemaschine,
2-reihig; pneum. Streuer, 12 m; Federzahnegge, 12 m;
Viehwirtschaft: Güllewagen, 6 m3; Mähwerk: 3,4 und 2,4 m; Kehrer, 6,4 m;
Transport: Dreiseitenkipper 14 t; Ballenwagen, div. Anhänger
Ernte: Mähdrescher zusammen mit Versuchsbetrieb Hohenschulen Grünfutter: Rundballenpresse + Ballenwickler Kartoffelernte durch Maschinenring
Versuchstechnik: Haldrup-Trägerfahrzeug (80 PS); Fendt-Geräteträger (35 PS); Par­zellen-Mähdrescher sowie -Futterpflanzenvollernter (beide Haldrup); Gülletechnik; Wintersteiger-Parzellensämaschine; 3 m-Federzahnegge sowie Hackmaschinen (Versuchstechnik z. T. in Gemeinschaft mit dem Versuchsbetrieb Hohenschulen).

4. Gebäudeausstattung

Ehem. Getreide-
trocknung -lagerung:
 Maschinen und Geräte
Kartoffellager: Klimatisiertes Kistenlager für ca. 400 t Kartoffeln,
komplette Kartoffelaufbereitung (Neubau 1999)
Milchviehstall: Für 100 Milchkühe inkl. Kälberaufzucht, Strohliegehalle m. Laufhof u. außenliegendem Futtertisch. Melktechnik: steile Fischgräte,
Doppelacht.
Rinderstall: Zweiraumlaufstall mit Gruppenhaltung für 80 Stück Jungvieh, Aufzucht und Mast
Maschinenhalle I: Werkstatt und Gerätehalle
Maschinenhalle II: Versuchsgeräte (Neubau 1999)
Feldscheune: zur Lagerung von Stroh und Hackschnitzeln, (Neuaufbau 2009)
Hühnermobilstall: für 220 Legehennen
Hofladen: mit Fleischverarbeitungs- u. Wirtschaftsräumen (alt. Speicher)
Seminarraum: für das Schulprojekt ausgebauter Speicherboden (Ausbau 2014)
Labor: Groblabor mit Kühl-, Gefrier- und Warmlufttrocknungsmöglichkeiten zur Aufbereitung und Lagerung von Boden- und Pflanzenproben nach Umbau des ehemaligen Kälberstalls
Niederschlag-simulationsanlage: Umbau eines alten Gärsiloturms zur Nutzung durch die Fachabteilung Hydrologie und Wasserwirtschaft des Ökologiezentrums

5. Bodennutzung

Anbaustruktur: 2018 % AF
Kleegras (Schnittnutzung + Weide) 55,0 ha  50,0
Kartoffeln 2,0 ha  1,8
Lupinen 7,0 ha  6,3
Hafer 9,6 ha  8,7
Winterdinkel 13,3 ha 12,1
Winterweizen 20,0 ha 18,2
Triticale 19,5 ha 17,5
Marktfruchtversuche, Sonstiges  3,1 ha 2,9

Feldversuche zu verschiedenen Kulturarten (Kleegras, Kartoffeln, Körnerleguminosen, Silomais, Winter- u. Sommergetreide) sind z.T. in die Betriebsschläge integriert            

6. Anbaustruktur

Fruchtfolge eines Gemischtbetriebes mit Milchvieh, dessen Futterbasis Kleegras-Vollweide ist.

Fruchtfolge seit 2016
  1. Kleegras
  2. Kleegras
  3. Hafer
  4. Kartoffeln, Körnerleguminosen oder Wintergetreide-
  5. Wintergetreide mit Kleegras-Untersaat) mit Kleegrasuntersaat (Leguminosenanteil je nach Futterbedarf i.d.R. 45%, 2018: 55%)

7. Viehwirtschaft

(Viehbesatz 0,8 GV/ha)

1. 94 Milchkühe, Jersey Herdbuchtiere und Irische Milchrindkreuzung mit Nachzucht,
2. Freilandhaltung von 5 Angler Sattelschweinsauen plus Eber, Mast und Herdbuchzucht
3. 200 Legehennen

8. Vermarktung

Der Lindhof ist seit 1997 gleichzeitig zertifizierter Naturland- und Biolandbetrieb (EG-Kontrollnummer: D-SH-OKI-006-4175-AB) und vermarktet über: Großhandel bzw. Markt- und Erzeugergemeinschaften sowie Direktvermarktung über Hofladen. Milchvermarktung an die Gläserne Molkerei

9. Außerschulischer Lernort

Der Lindhof ist seit 2014 außerschulischer Lernort und bietet Klassenfahrten, Tagesprogramme und Führungen zur Umwelterziehung (Landwirtschaft mit allen Sinnen
erleben!) an.

Feldversuche und Betriebsspiegel 2018 (PDF)